Am Wochenende waren wir mit der Familie einer Freundin in einem Wildpark.
Zusammen waren wir 3 Erwachsene und 5 Kinder.
Unter anderem hatten wir auch ein Picknick geplant.
Die Freundin und ich sind diesbezüglich ein gut eingespieltes Team. Sie besorgt die schweren Sachen wie z.B. Getränke, ich stelle mich in meine Küche und zaubere irgendwas Leckeres. Diesmal wurden es Speckbrötchen mit Käsecreme und etwas was später den Namen Picknickbrötchen erhalten sollte.
Das Begrüßungskomitee bildete eine Herde bunter Ziegen, welche gleich hinter dem Eingang auf uns wartete. Besonders das Kindlein war kaum noch von dort weg zu bekommen.
Gepicknickt wurde an einem rustikalem Holztisch, mitten auf einer grünen Wiese unter großen alten Bäumen. Leider beginnt die Vegetation ja gerade erst wieder grün zu werden, so daß von den Bäumen noch nicht all zu viel zu merken ist auf den Bildern. Im Sommer ist dieser Platz aber bestimmt wunderschön.
Daß es die 5 Jungs in dieser Umgebung nicht lange auf der Bank hielt, brauche ich nicht weiter zu erwähnen, oder?
Sobald der erste Hunger gestillt war, erkundeten sie das Gelände. Wo Bäume sind, lassen sich natürlich auch Stöcke finden. Und schon bald waren sie in einem "Helden und Ganoven" Spiel vertieft.
Eine gefühlte Ewigkeit haben wir auf dieser Wiese gesessen. Zum einen, weil mir die Brötchen wirklich gut gelungen sind und super lecker schmeckten. Zum anderen aber auch, weil wir vom Spiel der Jungs fasziniert waren. Sie sind alle sehr unterschiedlich, haben ihre Stärken, aber auch ihre Problemchen. Daß alle fünf im gleichen Spiel vertieft sind, und dabei aktiv miteinander kommunizieren, ist selten.
Irgenwann ging es dann aber doch weiter.
Zu den Heidschnucken z.B., in ihrem wollenden Kleid.
Von den Hühnern haben wir insbesondere unsere beiden Nesthäkchen kaum wieder weg bekommen. Die sehen ja so aus wie die Hühner bei Pettersson und Findus. Und der Hahn sah auch wirklich so aus wie Caruso!
Die Kinder hatten natürlich zu jedem Tier mindestens eine Frage auf Lager. Und Tiere gab es reichlich. Hirsche, Rehe, Störche, schwarze Schwäne, verschiedene Gänse, bunte Enten, Hühner, Ziegen, Schafe, Auerhühner, Fasane, Pfauen, Greifvögel, Wildschweine, Hausschweine, einen Esel und ein deutsches Kaltblut, Wildpferde und in der Ferne sogar Rinder.
Was ist eigentlich eine Tarnfarbe?
Diese Hirschkuh beantwortet die Frage sinnbildlich!
Ich bin, wieder einmal, erstaunt was die Kamera so alles kann.
Die Sensation an den Wasserbildern sind eigentlich nicht die Tiere, sondern das Wasser selbst, bzw. die Spiegelungen die sich trotz der stark bewegten Oberfläche zeigen. Im Wasser selbst erkennt man deutlich die Wellenstruktur, ohne daß das Bild unscharf wäre. Im Gefieder der Enten sind kleine Wassertröpfchen zu erkennen und selbst der kurzweilige Regen ist zu sehen. Und dabei waren die Lichtverhältnisse zu diesem Zeitpunkt wirklich grauenhaft!
Beim deutschen Kaltblut habe ich mich (wieder einmal) sehr über das Kindlein gewundert.
Es gab eine Zeit im letzten Jahr, da ist er vor jedem Tier davon gelaufen. Hund, Katze oder Hase, alles hat ihm Angst gemacht. Schon vor einiger Zeit ist mir aufgefallen, daß Hund und Katze nun gestreichelt werden, wenn sie ihn denn lassen. Egal wie groß oder klein. Im Wildpark erzählt das Kindlein mir dann, die Rehe hätten ihn angeschaut, und er hätte dabei solch ein tolles Gefühl im Herz.
Dann kam das deutsche Kaltblut. Ein wirklich gewaltiges Pferd! Und ich beobachte, wie sich das Kindlein ohne zu zögern auf die Zehenspitzen stellt, reckt und streckt um das Pferd zu streicheln. Von Angst keine Spur!
Ein deutliches Zeichen dafür, wie toll sich das Kind im letzten Jahr entwickelt hat und sich nun rundum wohl in seiner Haut fühlt!
Aus seiner Perspektive sieht das Pferd immerhin so aus:
Und dann war da noch der Spielplatz!
Mitten im Wald, eine riesige Sandfläche, mit wirklich tollen Spiel- und Klettermöglichkeiten. Außerdem überall Bänke oder Picknickplätze. Ich weiß gar nicht wie lange wir dort unter den Bäumen gesessen haben, während die Jungs IRGENDWO waren.
Weiter hinten im Wald stand sogar eine kleine, selbst gebaute "Holzhütte"!
Das Wetter war sehr freundlich zu uns.
Bis auf einen klitzekleinen Regenschauer zeigte sich der Himmel meist in einem zartem Blau. Es war weder zu warm, noch zu kalt, und hat auch nur ganz kurz einmal ganz wenig getröpfelt.
Erst auf der Heimfahrt zeigte der Aprilhimmel dann ein wenig Dramatik.
Aber vielleicht lag das ja auch am Ort!
Zwei von Fünf müden Kindern.....
.....und eine von fünf schmutzigen Hosen:
Wer bis jetzt durchgehalten hat, und immer noch nicht genug gesehen hat, der sich entweder HIER die Dia Show mit noch mehr Bildern an sehen, oder sich im Küchenblog mit den Augen noch ein wenig mehr vom Picknick schmecken lassen.
Der Tag war wirklich wunderschön.
Nur der Gatte der Freundin war etwas nervig. Ständig drohte er damit, mich zu verklagen. Wegen des leckeren Picknicks. Ich dagegen habe aus der Klagedrohung ein Argument gemacht, diesen Tag beizeiten noch mal zu wiederholen. Ein wirklich schlagkräftiges Argument!































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